October 20, 2017

 

Beautiful melancholic melodies: Review from Monkey Castle

Posted by raldnor // January 14, 2016 // in News // 0 Comments

German webzine Monkey Castle reviewed Elysium and had a very positive experience listening to the album:

Ehrlich gesagt, ich hatte schon ein bisschen Bammel davor, dieses Album zu hören, als ich den Namen Elizium und die Beschreibung „melancholic dark rock“ hörte. Nicht schon wieder so eine Kajalstift-Gothic Kapelle für die Tanzflächen der schwarz gekleideten Mädels und Jungs, die vor Blässe in der Dunkelheit leuchten.

Aber glücklicherweise tun Elizium uns den Gefallen, ihre düstere Musik sehr ansprechend zu verpacken. Elizium kommen aus Südholland, also nicht gerade der Hochburg für dunkle Themen, aber daß dies keine große Rolle spielt, beweist die Band auf dem aktuellen Album „Elysium“.

Die Einflüsse der Band reichen von Tiamat über Fields of the Nephilim, bis hin zu My Dying Bride. Alles Bands, die über jeden Zweifel erhaben sind und ja...Elizium reihen sich nahtlos in die Riege dieser Bands ein. Epische Düsternis macht sich allenthalben breit, wenn die Band mit „Awaken“ eröffnet. Daß die Band bereits seit 1991 existiert, kommt dem Songwriting zu Gute und musikalisch bewegen sich die Holländer auf qualitativ vernünftigem Terrain. Trotz der langen Existenz brauchte es aber bis 2006 zum ersten Album und das vorliegende „Elysium“ ist auch erst das dritte.  

Großer Pluspunkt von Elizium ist Sänger Peter Berends, der nicht etwa wie die üblichen Dark Rock Sänger klingt (ich meine HIM und Konsorten), sondern ziemlich schön abgefuckt rüberkommt. Teilweise erinnert er sogar an New Model Army's Justin Sullivan. Aber auch das Gespür für wunderschöne, melancholisch schaurige Melodien zeichnet Elizium aus. Mehr als eine Gänsehaut läuft runter, wenn Erik Dijkstra seine erhabenen Keyboards zündet. Alles ohne zu überfrachten oder symphonisch zu langweilen. Aber auch Peter Roge zaubert feine Gitarrenmelodien aus den Saiten und verleiht mehr als einmal einen leicht progressiven Touch in die Musik von Elizium.

Klar schleicht sich dann doch über die Albumlänge die ein oder andere tanzbare Nummer eine („Follow“), aber der Großteil ist einfach nur zum Zuhören gemacht und mit der Mischung aus elegischen Passagen und dem räudigen Gesang bringen es Elizium immer wieder hin, den Listener zu fesseln.  

...und wenn ich dann noch sage, daß manche Passage gar an die göttlichen Saviour Machine erinnert (man höre nur „To Live“), ist das nur noch das Sahnehäubchen auf ein tolles Dark Rock Album. „Elysium“ ist gerade das richtige für die dunklen Jahreszeiten, die regendurchfluteten Tage und Nächte und die melancholischen Stimmungen, welche diese erzeugen. Ohne jedoch zu sehr in Depression zu verfallen. Für übertrieben fröhliche Menschen ist das Album freilich zu düster.

Wenn man etwas kritisieren muß, dann den doch etwas dröhnenden, zu basslastigen Sound. Klarere Soundspuren wären hier oft dienlich gewesen und manche Melodie verschwimmt leider in der Produktionsschwäche. Hier muß man im Folgenden nachbessern. Ansonsten....bravo Elizium !!

8/10

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